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Archiv 2010

Veranstaltungen

Die 40 Veranstaltungen des Jahres 2010 wurden gefördert durch das Bundesministerium des Innern. Sie begleiteten die Open-Air-Ausstellung „Friedliche Revolution 1989/90“ und die Errichtung von Erinnerungsstelen in Berlin, jeweils gefördert durch die Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin und den Beauftragen der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.



Mittwoch, 27. Januar 2010, 19:00 Uhr
Die Friedliche Revolution. Berlin 1990
Eine gemeinsame Veranstaltungsreihe des Berliner Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen und der Robert-Havemann-Gesellschaft

Das Jahr der deutschen Einheit – Fehldeutungen und Irrtümer
Axel Springer AG, Axel-Springer-Straße 65, Berlin-Mitte

Die Herstellung der deutschen Einheit wird ganz unterschiedlich interpretiert: Für die einen ist sie das Abwürgen der Friedlichen Revolution in der DDR – für die anderen ist sie die logische Konsequenz der gesellschaftlichen Entwicklung. Manche meinen, alles sei vom Westen gesteuert worden – angefangen vom Wahlkampf 1990 über die Wirtschafts- und Währungsunion bis zum Einigungsvertrag. Welche erfolgreichen ostdeutschen Initiativen gab es? Wer bestimmte die Geschwindigkeit der Vereinigung? Und existierte dafür wirklich nur ein schmales Zeitfenster?

Vortrag: Thomas Schmid (Chefredakteur der WELT-Gruppe)
Diskussion: Markus Meckel (letzter Außenminister der DDR, SPD), Prof. Dr. Andreas Rödder (Universität Mainz), Prof. Dr. Michael Succow (Universität Greifswald), Dr. Peter Hartmann (1990 Abteilungsleiter im Kanzleramt)
Moderation: Sven-Felix Kellerhoff (WELT/Morgenpost)

In Kooperation mit der WELT-Gruppe.





Mittwoch, 24. Februar 2010, 19:00 Uhr
Die Friedliche Revolution. Berlin 1990
Eine gemeinsame Veranstaltungsreihe des Berliner Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen und der Robert-Havemann-Gesellschaft

Die SED am Ende. Die Wahlen vom 18. März 1990
Vertretung des Freistaates Thüringen beim Bund, Mohrenstraße 64, Berlin-Mitte

Die freien Volkskammerwahlen am 18. März 1990 führten zu einem überraschenden Wahlsieg der „Allianz für Deutschland“. Wer ein Jahr zuvor prophezeit hätte, dass es in der DDR binnen 12 Monaten freie Wahlen geben würde, wäre ebenso für verrückt erklärt worden, wie derjenige, der im November 1989 auf einen Wahlsieg der CDU gewettet hätte.
Woraus resultierte das erstaunliche Wahlergebnis vom März 1990? Und welche Konsequenzen ergaben sich daraus?

Kurzvortrag:
Dr. Jens Schöne, Stellvertretender Berliner Landesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen
Diskussion:
Prof. Dr. Jürgen W. Falter, Wahlforscher, Universität Mainz
Jens König, 1990 Chefredakteur Junge Welt, jetzt Reporter beim Stern
Prof. Dr. Michael Stürmer, Chefkorrespondent der Zeitung DIE WELT
Moderation:
Dr. Helge Heidemeyer, Abteilungsleiter Bildung und Forschung der Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen





Mittwoch, 31. März 2010, 19:00 Uhr
Die Friedliche Revolution. Berlin 1990
Eine gemeinsame Veranstaltungsreihe des Berliner Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen und der Robert-Havemann-Gesellschaft

Vom Umgang mit den Akten. Das Problem der Vernichtung von Unterlagen der Staatssicherheit
Zentral- und Landesbibliothek Berlin, Breite Str. 36, Berlin-Mitte

Am 4. Dezember 1989 begann die Besetzung von Dienststellen der Staatssicherheit. Dennoch setzte sich die Vernichtung von Unterlagen fort. Hinsichtlich der Akten der „Hauptabteilung Aufklärung“ hieß es sogar, die Zerstörung erfolgte mit Zustimmung des Zentralen Runden Tisches. Trifft das zu? Welche Rolle spielten die Bürgerkomitees? Was wollten westliche Dienste und Bundesregierung? Wie wirkte sich die Kooperation mit Stasi-Mitarbeitern aus? Was folgte aus der Vernichtung von Akten und Datenträgern?

Vortrag:
Dr. Klaus Bästlein, Referent beim LStU Berlin
Diskussion:
Michael Beleites, LStU Sachsen
Martin Gutzeit, LStU Berlin
Reinhard Schult, Bürgerkomitee 15. Januar
Margitta Kupler, Mitglied in der AG Sicherheit des Zentralen Runden Tisches
Moderation:
Dieter Rulff, Journalist





Mittwoch, 28. April 2010, 19:00 Uhr
Die Friedliche Revolution. Berlin 1990
Eine gemeinsame Veranstaltungsreihe des Berliner Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen und der Robert-Havemann-Gesellschaft

Zwischen Boulevard und Hofberichterstattung – DDR-Medien im Wandel
ARD-Hauptstadtstudio, Wilhelmstraße 67a, Berlin-Mitte

Der Journalismus in der DDR veränderte sich 1989/90 radikal. An die Stelle der Hofberichterstattung für die SED trat zaghaft ein freier Journalismus, der sich verkaufen musste. Investigative Nachforschungen standen bald neben seichtem Boulevard. Wie vollzog sich das? Wer waren die Macher? Was steckte dahinter? Und wie wurden die Journalisten damit fertig?

Begrüßung:
Ulrich Deppendorf, Chefredakteur Fernsehen und Studioleiter im ARD-Hauptstadtstudio
Diskussion:
Ines Krüger, Fernsehmoderatorin, 1990 beim Jugendmagazin Elf99
Christoph Singelnstein, Hörfunkdirektor des rbb, 1990 Mitarbeit im DDR-Hörfunkrat
Klaus Wolfram, BasisDruck Verlag, 1990 Herausgeber der Zeitung DIE ANDERE
Uwe Spindeldreier, Bundespresseamt, 1990 Aufbaustab beim MDR
Moderation:
Robin Lautenbach, Fernsehkorrespondent im ARD-Hauptstadtstudio

In Kooperation mit dem ARD-Hauptstadtstudio.





Mittwoch, 26. Mai 2010, 19:00 Uhr
Die Friedliche Revolution. Berlin 1990
Eine gemeinsame Veranstaltungsreihe des Berliner Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen und der Robert-Havemann-Gesellschaft

Planwirtschaft vor dem Kollaps: Die Herstellung der Währungs-,Wirtschafts- und Sozialunion
Deutsche Kreditbank AG, Taubenstraße 7–9, Berlin-Mitte

Die DDR-Wirtschaft stand 1989/90 ökonomisch vor dem Zusammenbruch. Die rasche Herstellung der Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion war die Antwort. Durch Einführung der D-Mark sollte der Kollaps vermieden werden. Ein enormer Transfer von West nach Ost setzte ein. Die alte Planwirtschaft musste quasi über Nacht der Marktwirtschaft weichen.
War die Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion dabei das richtige Instrument? Welche Verwerfungen rief sie hervor? Gab es überhaupt Handlungsalternativen? Wie sieht die Bilanz zwanzig Jahre danach aus?

Vortrag:
Prof. Dr. Werner Abelshauser, Bielefeld
Diskussion:
Prof. Dr. Werner Plumpe, Wirtschaftshistoriker
Dr. Thilo Sarrazin, Bundesbank-Vorstand
Prof. Dr. Richard Schröder, Theologe
Prof. Dr. André Steiner, Wirtschaftshistoriker
Moderation:
Dr. Jens Schöne, Stellvertretender LStU Berlin

In Kooperation mit Berliner Wirtschaftsgespräche und der DKB





Dienstag, 22. Juni 2010, 19:00 Uhr

Unerkannt durch Freundesland - Illegale Reisen durch das Sowjetreich
Fotoausstellung im Museum Lichtenberg vom 20. Juni bis 24. September 2010

Filme und Vorträge im Zeughauskino, Unter den Linden 2, Berlin-Mitte

Filme:
Knopka, UdSSR 1990
UPE, Litauen 2009
Unerkannt durch Freundesland, Deutschland 2006

Vorträge:
Dr. Christian Halbrock, BStU
Dr. Christian Hufen, Publizist
Dr. Carlo Jordan, Historiker
Dr. Christian Noack, Osteuropäische Geschichte

Gefördert vom Haupstadtkulturfonds und dem Museum Lichtenberg, unterstützt von der Robert-Havemann-Gesellschaft und dem DHM




Mittwoch, den 30. Juni 2010, 19:00 Uhr

Der Einigungsvertrag: Juristische Folgen der SED-Diktatur
Berliner Rathaus, Rathausstraße 15, Berlin-Mitte

Der Einigungsvertrag regelte den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik. Das SED-Unrecht sollte strafrechtlich verfolgt werden. Dessen Opfer waren zu rehabilitieren und Verfolgungsschäden auszugleichen. Für Eigentumsfragen wurde der Grundsatz "Rückgabe vor Entschädigung" vereinbart. 20 Jahre danach ist es an der Zeit, Bilanz zu ziehen. Haben sich die Regelungen des Eingigungsvertrages bewährt? Wie ist es den Tätern des SED-Unrechts ergangen? Wurde den Opfern Gerechtigkeit zu Teil - oder knausern Politik wie Behörden ausgerechnet ihnen gegenüber? Und was wurde aus den offenen Vermögensfragen?

Vortrag: Wolfgang Wieland, MdB, Justizsenator a. D.
Diskussion: Prof. Dr. Dr. h. c. Ulrich Battis, Staats- und Verwaltungsrechtler Humboldt Universität Berlin
Uwe Müller, Journalist und Autor, Berlin, Wolfgang Loukidis, Rechtsanwalt, Schwerin
Ulrich Schellenberg Rechtsanwalt und Vorsitzender des Berliner Anwaltsverein
Moderation: Dr. Falco Werkentin, Soziologe und Autor, Berlin

In Kooperation mit dem Berliner Anwaltsverein.





Donnerstag, 1. Juli 2010, 19:00 Uhr

Robert Havemann – ein Wissenschaftler in der Diktatur
Grimm-Zentrum, Geschwister Scholl Straße, Berlin-Mitte

Podiumsdiskussion unter anderem mit: Ulrike Poppe, Ilko-Sascha Kowalczuk, Christian Halbrock und Wolf Krötke

Kooperationsveranstaltung mir der Humboldt-Universität zu Berlin






Veranstaltungen vom 2. bis 4. Juli 2010




Freitag, 2. Juli 2010
Open-Air-Ausstellung „Friedliche Revolution 1989/90“, Berlin, Alexanderplatz

14:00 bis 21:00 Uhr
In der Ausstellung stehen Ihnen kompetente Gesprächspartner für Ihre Fragen zur Verfügung.

16:00 Uhr
Kostenlose Führung durch die Ausstellung mit dem Zeitzeugen und Kurator Tom Sello.

19:00 Uhr
Konzert
Sinti-Swing-Berlin

Sinti-Swing-Berlin wurde 1985 in Ost-Berlin von den Brüdern Alfred, Fredi und Wilfried Ansin zusammen mit ihrem Schwager Hans Lauenberger gegründet. Die vier Musiker sind Sinti, d. h. deutsche „Zigeuner“ mit ihrer eigenen Musiktradition – dem Sinti-Swing.




Samstag, 3.Juli 2010
Open-Air-Ausstellung „Friedliche Revolution 1989/90“, Berlin, Alexanderplatz

14:00 bis 21:00 Uhr
In der Ausstellung stehen Ihnen kompetente Gesprächspartner für Ihre Fragen zur Verfügung.

13:00 Uhr
Kostenlose Führung durch die Ausstellung mit einem Zeitzeugen

16:00 Uhr
Kostenlose Führung durch die Ausstellung mit einem Zeitzeugen

19:00 Uhr
Konzert
RENFT – Die Legende lebt
Die Kultband aus dem Osten Deutschlands





Sonntag, 4. Juli 2010
Open-Air-Ausstellung „Friedliche Revolution 1989/90“, Berlin-Alexanderplatz

12:00 bis 21:00 Uhr
In der Ausstellung stehen Ihnen kompetente Gesprächspartner für Ihre Fragen zur Verfügung.

14:30 Uhr
Kostenlose Führung durch die Ausstellung, speziell für Kinder

16:30 Uhr
Kostenlose Führung durch die Ausstellung mit einem Zeitzeugen

18:30 Uhr
Kostenlose Führung durch die Ausstellung mit einem Zeitzeugen

14:00 Uhr bis 20.00 Uhr
Lesemarathon
Zu jeder vollen Stunde lesen bekannte Autoren aus ihren Büchern über die Friedliche Revolution und die Deutsche Einheit, u.a. Helmuth Frauendorfer, Bettina Greiner, Hubertus Knabe, Lutz Rathenow, Anne Voorhoeve, Richard Wagner.

20:00 Uhr
Zeitzeuge Radio – eine Audioinstalltation von Moritz von Rappard


In Kooperation mit der Gedenkstätte Hohenschönhausen



Sommerkino auf dem Alexanderplatz
23. bis 28. August



Montag, 23. August 2010, 19:30 Uhr
Europäischer Gedenktag für die Opfer von Stalinismus und Nazismus
Open-Air-Ausstellung „Friedliche Revolution 1989/90“, Berlin, Alexanderplatz

Das Massaker von Katyn
Polen, 2007

Ein großartiger Film von Andrzej Wajda über das sowjetische Massaker an polnischen Offizieren.
Regie: Andrzej Wajda
Drehbuch: Andrzej Mularczyk, Przemyslaw Nowakowski

Filmgespräch mit der Filmwissenschaftlerin Dr. Magdalena Saryusz-Wolska und dem Historiker Prof. Dr. Thomas Sandkühler





Dienstag, 24. August 2010, 19:30 Uhr
Open-Air-Ausstellung „Friedliche Revolution 1989/90“, Berlin, Alexanderplatz

Karla

DDR, 1965/1990
Einer der verbotenen DEFA-Filme, die erst nach der Friedlichen Revolution wieder gezeigt werden durften.
Regie: Herrmann Zschoche
Drehbuch: Ulrich Plenzdorf, Herrmann Zschoche
u. a. mit Jutta Hoffmann, Rolf Hoppe

19:30 Uhr Filmgespräch mit dem Regisseur und Autor Herrmann Zschoche und dem Historiker Dr. Bernd Florath





Mittwoch, 25. August 2010, 19:30 Uhr
Open-Air-Ausstellung „Friedliche Revolution 1989/90“, Berlin, Alexanderplatz

Kino der Geheimdienste

Originale Lehr- und Überwachungsfilme des Ministeriums für Staatssicherheit der ehemaligen DDR geben Einblick in die Überwachungspraxis des Mielke-Ministeriums.
In Zusammenarbeit mit der Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen





Donerstag, 26. August 2010, 19:30 Uhr
Open-Air-Ausstellung „Friedliche Revolution 1989/90“, Berlin, Alexanderplatz

Fühlingssinfonie
DDR/BRD, 1982

Erste große deutsch-deutsche Koproduktion über das Leben von Robert Schumann und Clara Wieck.
Regie: Peter Schamoni
Drehbuch: Hans A. Neunzig, Peter Schamoni
u.a. mit Nastassja Kinski und Herbert Grönemeyer

19:30 Filmgespräch mit dem Regisseur Peter Schamoni und dem ehemaligen DEFA-Chefdramaturgen Rudolf Jürschik





Freitag, 27. August 2010, 19:30 Uhr
Open-Air-Ausstellung „Friedliche Revolution 1989/90“, Berlin, Alexanderplatz

Blues Session

mit Mr. Speiches Monokel-Blues-Band und Gästen
Elektrischer Blues und Südstaatengroove bestimmten den Musikgeschmack der Jugendlichen in den 1970ern auch in der DDR. Die Stasi witterte das Wirken des Klassenfeindes und ließ die Szene überwachen. Trotzdem strömten Zehntausende zu den Konzerten und Blues-Messen.





Samstag, 28. August 2010, 19:30 Uhr
Open-Air-Ausstellung „Friedliche Revolution 1989/90“, Berlin, Alexanderplatz

Die Lange Nacht der Berliner Tatorte

Zur Langen Nacht der Museen zeigen wir bis 2:00 Uhr Berliner Folgen aus der Reihe „Tatort“, die sich mit der Deutschen Einheit beschäftigen.

19:30 Uhr Filmgespräch mit Günter Lamprecht

20:00 Uhr „Tödliche Vergangenheit“
Erstsendung: 20.5.1991 mit Günter Lamprecht als Hauptkommissar Markowitz

22:00 Uhr „Rosenholz“
Erstsendung: 6.7.2003 mit Dominic Raacke und Boris Aljinovic

24:00 Uhr „Berlin - beste Lage“
Erstsendung: 10.1.1993 mit Günter Lamprecht





Mittwoch, 22. September 2010, 19:00 Uhr

Die Friedliche Revolution. Berlin 1990
Eine gemeinsame Veranstaltungsreihe des Berliner Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen und der Robert-Havemann-Gesellschaft

Die Akten gehören uns! Der Kampf um die Öffnung der Stasiakten
Landesvertretung Sachsen-Anhalt, Luisenstraße, Berlin-Mitte

Podiumsdiskussion zum Stasiunterlagengesetz:
Marianne Birthler, Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen
Dr. Eckart Werthebach, ehemaliger Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz
Rolf Schwanitz, Mitglied des Volkskammeruntersuchungsausschusses, MdB
Tom Sello, Projektleiter der Robert-Havemann-Gesellschaft

Moderation:
Christhard Läpple, ZDF

In Kooperation mit der Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen





Freitag, 1. Oktober, und Samstag, 2. Oktober 2010
Berlin, Alexanderplatz


Finissage der Open-Air-Ausstellung „Friedliche Revolution 1989/90“

Freitag, 1. Oktober 2010

10:00 Uhr
Führung durch die Ausstellung „Friedliche Revolution 1989/90“
Die Vorgeschichte der Revolution, die Ereignisse des gesellschaftlichen Umbruchs in Ostdeutschland und der Weg zur deutschen Einheit




11:00 Uhr und 13:00 Uhr
Hans Krügers Holzfeuerwerk + Der Flieger
Hans Krüger prasselt sein mechanisches, umweltfreundliches, sparsames und wiederverwendbares Holzfeuerwerk ab … Und zeigt seine Performance „Der Flieger“, Objekttheater zwischen Tiefsinn und Unsinn.
Hans Krüger war Mitbegründer von Zinnober, des ersten freien Theaters der DDR.
„ Das Szenario, das der Multikabarettist da mit einfachsten Mitteln und mit Hilfe seiner körperbetonten Brachial-Erzählkunst in unseren Köpfen entfacht, ist furios ...“(Tagesspiegel Berlin)




12:00 Uhr und 14:00 Uhr
Inka Arlt. „Glückstück“

Schürzenjäger, aufgepasst – dem Glück unter den Rock gefasst! Die blond gelockte, (schein)barbusige Glücksfee bietet das wahre käufliche Glück. Nach Einwurf einer Münze ins übermütige Dekolleté dreht sich ihr Reifrock um sie herum wie ein Glücksrad. Daraus zieht man ein Stück vom Glück: Rund vierzig theatrale Miniaturen verbergen sich in diesem Rock. Aufwendige Pop-Up-Illustrationen werden begleitet von Geschichten, Scherzen und Gedichten. Ein Blick in die Zukunft, Lebensweisheit, deutsche Lyrik, Liebesbriefe oder die dickste Frau der Welt! Das Glückstück nimmt die Sehnsucht auf die Schippe, veräppelt schamlos Wünsche und Begierden. Und schafft en passant einen glücklichen Moment – die einmalige Begegnung mit jedem einzelnen Zuschauer, dem die schaulustige Menge ohrenschlackernd über die Schulter spinkst. Das Glückstück verführt, verwirrt und berührt, ehe es den Glückspilz augenzwinkernd entlässt.




12:00 Uhr und 14:00 Uhr
Aktionstheater Kamaduka, „Die alten Herren“

Wenn die drei alten Herren zu einem Stadtbummel aufbrechen, vergessen sie zu Hause ihre Pillendosen und Ehefrauen. Sie ziehen flirtend durch die Straßen, fallen sorglos in Geschäfte ein und belagern öffentliche Plätze. Sie legen eine kecke Sohle auf den Asphalt, um die Damenwelt zu verstören. Verlachen die Anstandsnorm und erobern sich für einen Moment ihre verloren gegangene Jugend zurück. Eine Boygroup im vorgerückten Alter!




15:00 Uhr
Lesung Peter Wawerzinek
Peter Wawerzinek wurde unter dem Namen Peter Runkel 1954 in Rostock geboren. Er wuchs in verschiedenen Heimen und bei verschiedenen Pflegefamilien auf. Seit 1988 betätigt er sich neben vielem anderen als freier Schriftsteller, Regisseur, Hörspielautor und Sänger. 2010 erhielt er den Ingeborg-Bachmann-Preis.




15:00 Uhr
Führung durch die Ausstellung „Friedliche Revolution 1989/90“




16:00 Uhr und 17:30 Uhr
Puppets etc. zeigt „Francois Blanc“
Inspiriert von den Malern auf den Boulevards Frankreichs erschuf der niederländische Puppenspieler Steven L. Groenen die Figur des „Francois Blanc“. Francoise Blanc ist eine seltsame Erscheinung auf der Straße. Er spricht in einem unverständlichen französischen Dialekt und ist ständig damit beschäftigt, die vorbeigehenden Passanten auf seine Leinwand zu bannen. Dabei ist er dauernd im Gespräch mit seinem Publikum. Liebenswert und ein bisschen schusselig ist Francois Blanc – ein echter Künstler aus den Straßen von aris eben. Mit seinem sonderbaren Gehabe erregt er weit mehr Aufmerksamkeit als seine Bilder. Er ist herzbewegend, interessant und liebenswert – ein kleines Juwel im hektischen Alltag des modernen Menschen. Eigensinniges Theater auf nur einem Quadratmeter!




16:30 Uhr
Lesung Uli Hannemann
Uli Hannemann liest regelmäßig bei den „Lesebühnen LSD Liebe statt Drogen“ und der Reformbühne „Heim & Welt“. „… ein sanfter, genauer Wortjongleur, der seine Pointen und herumlungernden Beobachtungen aus dem tiefen Tal aussichtsloser Existenz nie krampfhaft sucht.“ Melancholisch, bissig, klirrend ironisch.




18:00 Uhr
Conrad Bauer / Johannes Bauer
Conrad Bauer (tb) – Johannes Bauer (tb)
Conrad Bauer zählt zu den großen Erneuerern des Posaunenspiels. Nach seinem Musikstudium in Dresden und Berlin gründete er seit Anfang der siebziger Jahre zahlreiche, die Entwicklung des Jazz in der DDR mitbestimmende Gruppen, z.B. „Doppelmoppel und Zentralquartett“. Sein Spiel kann als virtuos, technisch perfekt und wohldurchdacht bezeichnet werden - dabei niemals fertig, die ständige Arbeit erschließt immer wieder neue Ausdrucksmöglichkeiten. Johannes Bauer spielte schon während seines Studiums in Berlin in Gruppen um Manfred Schulze und widmet sich seit 1979 ausschließlich der improvisierten Musik. Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet ihn mit Peter Brötzmann, Fred Van Hove, Barry Guy, Jon Rose und vielen anderen Musikern der internationalen Szene. Sein Spiel ist kraftvoll, aber auch bis an die Grenze zum Geräusch gehend und steht in reizvollem Kontrast zu dem seines Bruders Conrad.






19:00 Uhr
Buchpremiere „Aufrecht im Gegenwind – Kinder von 89ern erinnern“
(Herausgegeben von Sebastian Pflugbeil)
Eine Generation nach der Friedlichen Revolution ist es Zeit, die Kinder der 89er die Ereignisse aus ihrem ganz persönlichen Blickwinkel schildern zu lassen. Einen neuartigen und unabhängigen Zugang zu den Ereignissen um die Friedliche Revolution bietet die Befragung von Menschen, die damals Schulkinder oder Jugendliche waren. Für die 1989 politisch aktiven Eltern war oft gerade der Druck der DDR-Obrigkeit auf die Kinder ein wesentliches Motiv, auf die Straße zu gehen. Gleichzeitig führten die Aktivitäten der Eltern zu einem beträchtlichen Risiko für ihre Kinder. Wie sind sie mit dem politischen Druck in der Schule umgegangen, haben sie verstanden, weshalb ihre Eltern sich dem Staat entzogen und im Herbst 89 an die Öffentlichkeit gingen? Wie erlebten sie den Umbruch, die Treffen der Bürgerrechtler in ihren Wohnungen, die Vorbereitungen von Demonstrationen? Was haben sie von den Aktivitäten der Stasi mitbekommen? Die 25 sehr individuellen Porträts eröffnen eine überraschend neue Perspektive auf die Wendezeit und ihre Vorgeschichte.
http://www.eva-leipzig.de/product_info.php?info=p2919_Aufrecht-im-Gegenwind.html




21:00 Uhr
Führung durch die Ausstellung „Friedliche Revolution 1989/90“




Sonnabend, 2. Oktober 2010

10:00 Uhr
Führung durch die Ausstellung „Friedliche Revolution 1989/90“




11:00 bis 14:00 Uhr
Chorauftritte, u. a. 12:00 Uhr Urban Vocalists
Auszüge aus dem bundesweiten Aktionstag der Deutschen Chorjugend „Singen bewegt“.




14:00 Uhr
Führung durch die Ausstellung „Friedliche Revolution 1989/90“




15 Uhr
Chorprojekt „Erhebe deine Stimme“
Auszüge aus dem Oratorium zur deutschen Einheit "Erhebe Deine Stimme", das von Berliner Schülern entwickelt wurde. 20 Jahre nach der Einigung Deutschlands initiierte die Berliner Cappella und ihre künstlerische Leiterin Kerstin Behnke gemeinsam mit dem Komponisten Knut Remond einen Prozess, an dessen Anfang die inhaltliche Beschäftigung mit den Ereignissen der Jahre 1989/90 stand. Am 3. Oktober wird das Oratorium auf die Bühne des Kammermusiksaals der Philharmonie gebracht.




16:00 Uhr
Konzert: „Dota & Stadtpiraten“
Dota Kehr (git, voc) - Jan Rohrbach (git) - Leon Schurz (bass) - Nicolai Ziel(dr)
Dota Kehr ist aus Berlin und auch bekannt als die „Kleingeldprinzessin“. Diesen Namen hat sie sich von ihren Weltreisen als Straßenmusikerin mitgebracht. Mit einer Menge an Erfahrungen im Gepäck macht sie sich auf die Suche nach musikalischer Verstärkung, trifft auf drei experimentierfreudige Mitstreiter, und so sind im Jahr 2003 Dota und die Stadtpiraten geboren. Ihre Lieder klingen nach Bossa Nova und Taschen-Swing, nach Reggae und Surfrock, ihre Texte erzählen von verstrickten und verzwickten Gefühlen des Alltags, sind oll Wortwitz und Leichtigkeit und erobern so das Publikum in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz. Man kommt, um zu tanzen und zu lauschen. Unter Eigenregie hat sie mittlerweile fünf Alben veröffentlicht, das jüngste „Bis auf den Grund“ erschien im April 2010. „... die deutsche Astrud Gilberto ... die Bandbreite der Eigenkompositionen der straßenmusik-erprobten Kleingeldprinzessin reicht von ausgelassener Fröhlichkeit, über das gewitzte Erkennen eigener 'Traumsymphonien' bis hin zu einer Melancholie, die oft die Tiefe einer Joni Mitchell erreicht, damit ist der jungen Sängerin und den jazzgeschulten Stadtpiraten die Aufmerksamkeit des immer zahlreicher werdenden Publikums gewiss ...“ (Tip)




17:00 Uhr
Konzert: Skazka Orchestra
Lena Shams (drums), Andrey Glebov (bass, voc), Artur Gorlatschov (voc, git), Valentin Butt (acc, voc), Andrej Lakisov (sax, voc), Daniel Allen Oberto (tp)
SkaZka Orchestra spielt russischen Ska-Jazz-Elektro-Pop. SkaZka (russ.: Märchen) sind auf ihrer Mission, kleine märchenhafte Geschichten aus aller Welt zu erzählen. Unter dem Motto „Jung und wild“ verknüpft das SkaZka Orchestra Spielfreude und Virtuosität. Ein schnelles, heftiges Vergnügen: Selbst schuld, wer sich das entgehen lässt.




19:00 Uhr
Abschluss-Gottesdienst
mit Bernd Albani (Herbst 1989 Pfarrer Gethsemanekirche), Dr. Ursula Kästner (1989 Gemeindekirchenrat Gethsemanekirche), Jan Schönrock, Julia Spenckner, Christof Ziemer (1989 Superintendent und Pfarrer der Kreuzkirche in Dresden sowie Berater der Gruppe der 20)
Leitung: Eva-Maria Menard, Zionskirche Berlin
Musikalische Umrahmung: Saxofonquadrat




Samstag, 16. Oktober 2010, 19.00 Uhr
Übergabe einer Revolutionsstele an die Öffentlichkeit

Am 16. Oktober 2010, 19:00 Uhr, wird in der Hannoverschen Str. 28-30, Berlin-Mitte, vor der ehemaligen Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der DDR (StäV) eine weitere Revolutionsstele der Öffentlichkeit übergeben. In dem Gebäude befindet sich heute das Bundesministerium für Bildung und Forschung.
Die Ständige Vertretung war 1989, neben den Botschaften in Prag und Warschau, ein wichtiger Anlaufpunkt für Ostdeutsche, die aus der DDR flüchten wollten. An die damaligen Ereignisse wird künftig eine Stele der Robert-Havemann-Gesellschaft e.V. vor dem früheren Eingang der diplomatischen Vertretung erinnern.




Mittwoch, 27. Oktober 2010, 19:00 Uhr

Die Friedliche Revolution. Berlin 1990
Eine gemeinsame Veranstaltungsreihe des Berliner Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen und der Robert-Havemann-Gesellschaft

Berlin ist wieder Berlin
Vertretung des Freistaates Thüringen beim Bund, Mohrenstraße 64, Berlin-Mitte

Podiumsdiskussion zum Wandel Berlins seit dem Fall der Mauer
Uwe Dähn, Bezirksstadtrat a. D.
Eberhard Diepgen, Regierender Bürgermeister a. D., Rechtsanwalt
Thomas Krüger, Senator a. D., Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung
Prof. Dr. Wilfried Rott, Historiker und Journalist

Moderation:
Dr. Helge Heidemeyer, Leiter der Abteilung Bildung und Forschung bei der Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen





Freitag, 19. November 2010
Podewil, Klosterstraße 68, Berlin-Mitte

10 bis 16 Uhr Aufarbeitung der SED-Diktatur – eine zivilgesellschaftliche Aufgabe?

Gegen Ende der beiden Erinnerungsjahre 2009/2010 scheinen die Erfolge der Aufarbeitung unübersehbar: Zahlreiche Bürgerinitiativen, Vereine und Institutionen haben in den vergangenen zwei Jahren an die Friedliche Revolution und die deutsche Wiedervereinigung erinnert – so auch die Robert-Havemann-Gesellschaft, die am 19. November ihr 20-jähriges Bestehen feiert. Das Interesse des Publikums war vielerorts enorm, Ausstellungen und Veranstaltungen wurden oft über alle Maßen gut besucht. Weltweit berichteten die Medien von dem gelungenen Kapitel der jüngsten deutschen Vergangenheit.
Doch trotz dieser erfreulichen Bilanz stellt sich die Frage: Haben wir unsere Ziele tatsächlich erreicht? Wie geht es nach den Jubiläumsjahren weiter mit der Aufarbeitung der SED-Diktatur? Was kann, was müssen staatliche Institutionen zukünftig leisten? Wie lässt sich der zunehmenden Verharmlosung der Diktatur entgegenwirken? Welchen Aufgaben muss sich die Zivilgesellschaft stellen? Wo liegen die Grenzen zivilgesellschaftlich organisierter Aufarbeitung? Welche Rolle spielen die Opfer der Diktatur in der öffentlichen Wahrnehmung? Diese Aspekte sollen auf der Tagung diskutiert werden.

Tagungsprogramm
10:00 Uhr
Dr. Anna Kaminski, Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Begrüßung
10:30 Uhr
Thomas Krüger, Bundeszentrale für Politische Bildung
Warum ist die Aufklärung über die SED-Diktatur, als wesentlicher Bestandteil der politischen Bildungsarbeit, notwendig im Demokratisierungsprozess der Gesellschaft?
11:00 Uhr
Dr. Edmund Käbisch
Zwischen Dienstpflichtverletzung und einstweiliger Verfügung
13:00 Uhr
Romy Köhler, Bürgerstiftung Prenzlauer Berg
Aufklärung über die SED-Diktatur im lokalen Rahmen – Möglichkeiten und Grenzen einer Bürgerinitiative im Prenzlauer Berg
13:30 Uhr
Anetta Kahane, Amadeu Antonio Stiftung
„Antisemitismus - Das hat‘s bei uns nicht gegeben“ – Reaktionen auf eine Ausstellung
14:00 Uhr
Siegmar Faust
Welche Rolle spielen die Opfer der Diktatur in der öffentlichen Erinnerungskultur?
15:00 Uhr
Freya Klier
Welchen Stellenwert hat die eigene Diktaturerfahrung bei der Aufklärung über die SED-Diktatur?
15:30 Uhr
Dr. Olaf Weißbach, Robert-Havemann-Gesellschaft
Möglichkeiten und Grenzen zivilgesellschaftlich organisierter Aufklärung
Moderation: Uwe Richter

In Kooperation mit der Bundesstiftung Aufarbeitung




18 Uhr Festakt zum 20. Jahrestag der Gründung der Robert-Havemann-Gesellschaft e.V.

Es sprechen:
Siegfried Zoels, Vorstandsvorsitzender der Robert-Havemann-Gesellschaft
Staatsekretär Dr. Richard Meng, Sprecher des Senats von Berlin
Ministerialdirigent Dr. Michael Roik, Gruppenleiter „Geschichte, Erinnerung“ beim Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien
Alice Ströver, Vorsitzende des Ausschusses für kulturelle Angelegenheiten im Abgeordnetenhaus von Berlin
Marianne Birthler, Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR

Ausschnitte aus den Reden

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Die vollständigen Texte finden Sie hier.




19 Uhr Das Ende der Erinnerung?

Abschluss der gemeinsamen Veranstaltungsreihe der Robert-Havemann-Gesellschaft und des Berliner Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen

„Die Friedliche Revolution. Berlin 1987 – 1990“
Podiumsdiskussion mit Martin Gutzeit, Dr. Olaf Weißbach und Dr. Ilko-Sascha Kowalczuk

Vier Jahre lang wurden in der gemeinsamen Veranstaltungsreihe Fragen zur Friedlichen Revolution diskutiert. Es ging um die Geschichte der DDR-Opposition, die Rolle der Kirchen, die Positionen westdeutscher Politik, die Arbeit der Medien und die Stasi-Auflösung.
Wirtschaftliche Aspekte wurden ebenso erörtert wie juristische. In mehr als dreißig Veranstaltungen mit über 5.000 Besuchern kam es zu spannenden Auseinandersetzungen. Zeitzeugen diskutierten mit Historikern; Prominente und Unbekannte erzählten die Geschichte der Friedlichen Revolution in Berlin.
Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe fragen wir uns: Was bleibt? Welche Tabus konnten aufgebrochen werden? Wo wirken Mythen und Legenden fort? Welche Themen werden künftig die Aufarbeitungsdiskussion bestimmen?
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