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Kampf um die Macht

Die Mauer ist offen. Die DDR-Führung gibt ihre Macht aber nicht freiwillig auf. Deshalb reißen die Demonstrationen nicht ab. Es kommt zu Streiks und Gefängnisrevolten. Gebäude des Staatssicherheitsdienstes werden besetzt und freie Wahlen erzwungen.

Quelle: picture-alliance/dpa/ADN
Am 24. November 1989 wird eine Grüne Partei in der DDR gegründet. Vorangegangen sind Auseinandersetzungen zwischen den bis dahin autonom agierenden Umweltgruppen um die beste Form der Zusammenarbeit. Die Gegner von Parteistrukturen schließen sich zu einer Grünen Liga zusammen.


Nach dem Mauerfall spitzt sich die Situation in der DDR weiter zu. In den folgenden Monaten demonstrieren die Menschen weiter auf den Straßen, in vielen Betrieben und Gefängnissen wird gestreikt. Die SED soll ihren Führungsanspruch aufgeben. Auch SED-Mitglieder begehren auf, sogar Angehörige von Armee und Polizei protestieren.

Anfang Dezember 1989 besetzen Bürgerrechtler die meisten Objekte der Staatssicherheit. Die von der SED dominierte Regierung versucht, die Kontrolle über die Verwaltung des Landes zu behalten. Doch als DDR-Bürger im Januar 1990 die Zentrale der Geheimpolizei in Berlin stürmen, fällt die letzte Machtbastion.

In einer solchen Situation ist ein Rücktritt der Regierung kaum zu vermeiden. Ministerpräsident Modrow beruft stattdessen Vertreter der Opposition als zusätzliche Minister in seine Regierung. In dieser turbulenten Zeit gewährleistet der Zentrale Runde Tisch den gewaltfreien Übergang in eine demokratische Zukunft.
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