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Die Stasi muss weg

Das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) ist das wichtigste Instrument der SED, um die Bevölkerung unter Kontrolle zu halten. Die 100.000 Mitarbeiter der politischen Geheimpolizei beobachten flächendeckend die Bevölkerung. Ein großes Heer an Spitzeln unterstützt sie dabei. Jede kritische Stimme wird verfolgt.

Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Graphik eckedesign
Dienststellen des Ministeriums für Staatssicherheit

Im Laufe des Herbstes 1989 wird der Ruf nach Abschaffung des Ministeriums immer lauter. Mitte November 1989 versucht die DDR-Regierung, die Staatssicherheit unter einem neuen Namen zu retten. Doch die Bevölkerung lässt sich nicht täuschen und bleibt bei ihrer Forderung. Dann verraten qualmende Schornsteine, dass Angehörige der Geheimpolizei überall Akten vernichten. Zeugnisse für begangenes Unrecht werden dabei beseitigt.

Nun gibt es kein Halten mehr: Innerhalb weniger Tage besetzen Demonstranten die meisten Gebäude des Staatssicherheits-dienstes im ganzen Land. Einzig die Zentrale in Berlin kann noch bis Mitte Januar 1990 weiterarbeiten. In den größeren Städten lösen Bürgerkomitees die Staatssicherheit auf. Die Komitees formieren sich spontan aus den Reihen der Stasi-Besetzer. Sie spüren Hunderte geheimer Stützpunkte auf, schalten Abhöranlagen ab und sichern die Akten.

Besetzung der regionalen Stasi-Dienststellen

Besetzung der Stasi-Zentrale

Bürgerkomitees lösen Geheimpolizei auf


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