Suche   Los!

Proteste zum Geburtstag. Der 7. Oktober 1989

Trotz der Fluchtwelle hält die SED an ihrem traditionellen Feierritual zum 40. Jahrestag der DDR fest. Doch die Bevölkerung glaubt nicht mehr an das staatlich inszenierte Bild einer heilen Welt. Zehntausende erheben dagegen ihre Stimmen auf öffentlichen Straßen und Plätzen.

Quelle: Andreas Schoelzel
Ost-Berlin am 7. Oktober 1989.

Am 7. Oktober 1989 findet zum 40. Jahrestag der DDR der übliche offizielle Festakt im Palast der Republik statt, zu dem Staats- und Parteichef Erich Honecker geladen hat. Der staatliche Jugendverband FDJ gratuliert am Vorabend mit einem Fackelzug, die Armee zeigt mit einer Parade ausdrücklich Präsenz. Doch die offiziellen Feierlichkeiten verlaufen nicht ungestört.

Im ganzen Land demonstrieren Tausende für demokratische Reformen auf innerstädtischen Straßen und Plätzen. Staatliche Sicherheitskräfte marschieren auf. Die Demonstranten rufen wütend „Wir bleiben hier!“ und „Keine Gewalt!“. Sie fordern die Zulassung der neuen Bewegungen und Parteien.

Das SED-Regime reagiert mit großer Brutalität: In mehreren Städten knüppeln bewaffnete Einheiten auf Demonstranten ein. Viele Menschen werden dabei verletzt, zahlreiche inhaftiert. Indes lässt sich die Bevölkerung nicht mehr so einschüchtern wie in der Vergangenheit.

zum Seitenanfang


Video
Demonstrationen am Rande der offizielle Parade zum 40. Geburtstag der DDR am 7. Oktober 1989 (Spiegel TV)


Get the Flash Player to see the video.


zum Seitenanfang

Seite drucken | Seite weiterempfehlen | Kommentar senden