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Gesamtdeutsche Wahlen

Einen wichtigen Schritt im Prozess der deutschen Einheit stellt die Wiedereinrichtung der fünf Länder auf dem Gebiet der DDR dar. Sie waren 1952 durch eine größere Anzahl von Bezirken ersetzt worden. Im Juli 1990 beschließt die Volkskammer das Ländereinführungsgesetz.

Am 14. Oktober finden in den fünf neuen Ländern Wahlen statt. Die CDU wird in vier Ländern stärkste Partei. Auch bei den ersten gesamtdeutschen Wahlen zum Bundestag am 2. Dezember 1990 geben die Menschen in den alten und neuen Bundesländern mehrheitlich der CDU ihre Stimme. Den Bürgerbewegungen gelingt der Einzug in alle ostdeutschen Länderparlamente und den Bundestag. Überall vertreten ist auch die PDS als Nachfolgepartei der kommunistischen Staatspartei SED.

Am 20. Dezember tritt das erste gesamtdeutsche Parlament im Berliner Reichstag zusammen. Bereits am Tag nach den Feiern zur deutschen Einheit sind die gewählten Volkskammerabgeordneten am 4. Oktober in den Bundestag in Bonn eingezogen. Mit den Wahlen im Dezember erhalten sie und ihre westdeutschen Parlamentskollegen nun ihre volle Legitimität. Parallel zu den Bundestagswahlen findet in Berlin die erste Gesamtberliner Wahl zum Abgeordnetenhaus seit 1946 statt.

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