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Auf dem Weg zur Einheit

Nach der Volkskammerwahl werden die Schritte zur Einheit lebhaft diskutiert: Währungsumstellung, soziale Regelungen, verfassungsrechtliche Grundlagen und Eigentumsfragen. Im Juli 1990 erfolgt in der DDR die Einführung der D-Mark sowie des wirtschafts- und sozialpolitischen Systems der Bundesrepublik.

Quelle: ullstein bild/Jansson
Ostdeutsche am Abend der Währungsunion, 1. Juli 1990. Die westdeutsche D-Mark ist nun auch in der DDR alleiniges Zahlungsmittel.


Im Februar 1990 versucht die Regierung Modrow finanzielle Hilfe aus Bonn zu erhalten, um die Situation in der DDR zu stabilisieren. Die Bundesregierung schlägt dagegen eine Währungs- und Wirtschaftsunion zum 1. Juli vor. Gründe für das zügige Vorgehen sind sowohl die anhaltende Abwanderung der Menschen aus der DDR als auch die desolate Wirtschaft. Kritiker warnen vor einer zu rasch vollzogenen Union, von der sie erhebliche wirtschaftliche und soziale Belastungen erwarten.

Strittig ist, wie die Einheit vollzogen werden soll: durch eine neue Verfassung gemäß Artikel 146 des Grundgesetzes oder durch den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik nach Artikel 23 Grundgesetz. Außerdem gilt es, offene Vermögensfragen zu regeln und die Verschiebung von Geldern durch noch amtierende alte DDR-Parteifunktionäre zu stoppen.
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