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Die ersten freien Wahlen in der DDR

Aus Sorge vor einer zunehmend instabilen Situation schlägt Ministerpräsident Hans Modrow den oppositionellen Parteien und Bürgerbewegungen im Januar 1990 eine Regierungsbeteiligung vor. Die Volkskammer– das Parlament der DDR – soll im Mai gewählt werden. Aufgrund des Handlungsdrucks wird der Termin auf den 18. März vorgezogen.

Neu gegründete politische Vereinigungen, die den traditionellen bundesrepublikanischen Parteien SPD, CDU oder FDP nahe stehen, haben im Wahlkampf Vorteile. Sie erhalten organisatorische, personelle und finanzielle Unterstützung aus dem Westen.

Einige Parteien und Bewegungen mit ähnlichen Zielen schließen sich zu Bündnissen zusammen, um ihre Chancen bei der Wahl zu erhöhen. Das Neue Forum, die Initiative Frieden und Menschenrechte sowie Demokratie Jetzt bilden das Bündnis 90. CDU, Deutsche Soziale Union und Demokratischer Aufbruch gehen die Allianz für Deutschland ein und setzen auf die Ankündigung der Währungsunion als zugkräftiges Programm.



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Wahlergebnisse
Die Wahlbeteiligung ist mit über 90 Prozent außerordentlich hoch und das Ergebnis eindeutig. Mit knapp 50 Prozent gewinnt die Allianz. Die Mehrheit der Bevölkerung stimmt somit für eine schnelle Wiedervereinigung.

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