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Dauerausstellung Friedliche Revolution

Im Innenhof des riesigen Gebäudekomplexes in Berlin-Lichtenberg, wo die Stasi bis 1989 die systematische Überwachung und Unterdrückung der Menschen in der DDR organisierte, entsteht 2015 eine Open-Air-Ausstellung zur Friedlichen Revolution. Die Dauerausstellung unter freiem Himmel knüpft an die erfolgreiche Open-Air-Ausstellung zur Friedlichen Revolution auf dem Alexanderplatz 2009/10 an.

Modell der Dauerausstellung im Innenhof der ehemaligen Stasi-Zentrale in Berlin Lichtenberg.Innenhof der ehemaligen Stasi-Zentrale in Berlin-Lichtenberg.
Geplante Dauerausstellung in Lichtenberg, Fotos: Robert-Havemann-Gesellschaft

An einem der wichtigsten Schauplätze der Revolution, der ehemaligen Stasi-Zentrale, erinnert die Ausstellung auf rund 300 laufenden Metern an die Vorgeschichte, den Verlauf und die Folgen des epochalen Umbruchs. Sie lässt Menschen zu Wort kommen, die ihren Mut zusammennahmen, um ihr Leben zu verändern, die eine Diktatur zu Fall brachten, Freiheit und Demokratie erkämpften und so das Gesicht Europas für immer veränderten.

Ort der Repression, Ort der Revolution
Das Hauptquartier des Ministeriums für Staatssicherheit in Berlin-Lichtenberg war das Machtzentrum der DDR-Geheimpolizei. Hier arbeiteten bis zu 7.000 hauptamtliche Stasi-Mitarbeiter, in „Haus 1“ hatte Stasi-Minister Erich Mielke von 1962 bis 1989 seinen Dienstsitz.

Die Demonstration vor den Toren des Gebäudes endet mit der Besetzung der Zentrale des Staatssicherheitsdienstes in Ost-Berlin am 15. Januar 1990.Demonstranten am 15. Januar 1990 vor der Zentrale des Ministeriums für Staatssicherheit in Ost-Berlin. Das Neue Forum hat zu dieser Protestaktion gegen die Staatssicherheit (Stasi) aufgerufen.
Besetzung der Stasi-Zentrale am 15. Januar 1990, Fotos: Robert-Havemann-Gesellschaft

Am 15. Januar 1990 strömten Tausende Demonstranten auf das abgeschottete Gelände. Der „Sturm auf die Normannenstraße“ war eines der Schlüsselereignisse der Revolution, weil er das Ende der gefürchteten Geheimpolizei besiegelte und eine wichtige Machtbasis der Diktatur endgültig zerstörte. Die Bürgerproteste an diesem historischen Ort trugen dazu bei, dass die Vernichtung der Stasi-Akten, die noch heute im Archiv auf dem Gelände aufbewahrt werden, verhindert werden konnte.
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